
Unternehmen sehen sich heute zunehmend mit der Notwendigkeit konfrontiert, die ESG-Leistung (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) ihrer Geschäftspartner zu bewerten. Ausschlaggebend für diesen Wandel ist die Notwendigkeit, die sich weiterentwickelnden Berichtsanforderungen und Richtlinien im Bereich ESG einzuhalten. Der mangelnde Einblick in die ESG-Bewertungen von Lieferanten und Portfoliounternehmen birgt jedoch erhebliche Compliance- und regulatorische Risiken und gefährdet damit die Nachhaltigkeitsbemühungen der Unternehmen.
Zu den ESG-Vorschriften, die Unternehmen einhalten müssen, gehören:
- Das deutsche Gesetz zur Sorgfaltspflicht in der Lieferkette
- Kanadas Gesetz zur Meldung von Zwangsarbeit und zur Lieferkette
- Gesetz der Vereinigten Staaten zur Verhinderung von Zwangsarbeit der Uiguren
- Entwurf der Europäischen Kommission zur verpflichtenden Sorgfaltspflicht von Unternehmen in den Bereichen Menschenrechte und Umweltschutz
Unternehmen müssen das Engagement ihrer Lieferanten im Bereich ESG verstehen, um entscheidende Herausforderungen zu bewältigen. Die Umweltauswirkungen sind ein wichtiger Faktor, da sie sich direkt auf die gesamte Umweltleistung eines Unternehmens auswirken. Die Gewährleistung der Verantwortung in der Lieferkette ist unerlässlich, um soziale Verpflichtungen und Menschenrechte zu wahren und negative Auswirkungen auf das Unternehmen aufgrund unethischer Beschaffungspraktiken oder Arbeitsbedingungen bei Lieferanten zu vermeiden. Das Management von Reputationsrisiken ist entscheidend, um eine Assoziation mit unethischen Praktiken zu verhindern, die dem Ruf eines Unternehmens schaden könnten. Angesichts der potenziellen Risiken durch Dritte müssen auch Datensicherheit und Datenschutzbelange berücksichtigt werden. Die Förderung von Innovation und Zusammenarbeit mit Dritten kann sich positiv auf die ESG-Leistung eines Unternehmens auswirken.
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, müssen Unternehmen das Engagement ihrer Lieferanten im Bereich ESG genau kennen. Durch Einblicke in die ESG-Leistung ihrer Lieferanten können Unternehmen die Widerstandsfähigkeit ihrer Lieferketten stärken und potenzielle Risiken, die den Geschäftsbetrieb stören könnten, proaktiv erkennen und verhindern. Fundierte Entscheidungen hinsichtlich der Lieferantenauswahl, der Risikominderung und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sind für Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen wollen, mittlerweile unverzichtbar geworden.
Durch die Bewertung der ESG-Praktiken von Dritten können Unternehmen ESG-bezogene Risiken mindern und die Übereinstimmung mit ihren ESG-Werten sicherstellen. Dieser proaktive Ansatz schützt vor potenziellen Haftungsrisiken und fördert eine Kultur verantwortungsbewusster Geschäftspraktiken innerhalb des Unternehmens.
Als Reaktion auf den wachsenden Bedarf an umfassenden ESG-Einblicken hat Archer „Archer ESG Score Connect“ eingeführt. „Archer ESG Score Connect“ bietet Einblick in die von Dritten ermittelten ESG-Bewertungen eines Unternehmens und ermöglicht so ein besseres Verständnis der ESG-Leistung, um Risiken im Zusammenhang mit ESG-Themen zu mindern.
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