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Drittanbieter bringen zusätzliche Komplexität und Risiken mit sich, die zu vielen verschiedenen Arten von Störungen und geschäftlichen Beeinträchtigungen führen können. Unternehmen entwickeln sich zu einem komplexen Geflecht aus Produkten und Dienstleistungen, Prozessen und Technologien, die von Dritten bereitgestellt werden, und dieses komplexe und sich ständig verändernde Ökosystem macht es zunehmend schwieriger, Risiken klar zu steuern. Der jüngste SolarWinds-Hack ist ein bedauerliches Ereignis, das die Herausforderung verdeutlicht, vor der Unternehmen heute angesichts der Kombination aus Cyberangriffen und Risiken durch Dritte stehen. Dieses Ereignis hebt drei wichtige Bereiche hervor: IT, Sicherheit und Risikomanagement.

  • Unternehmen müssen stets wachsam gegenüber Cyberangriffen sein, die über viele verschiedene Angriffswege und von unterschiedlichen Akteuren ausgehen.
  • Unternehmen müssen die Beziehungen zu Lieferanten und innerhalb der Lieferkette verstehen, wobei dies nicht nur die Lieferanten von Komponenten für ihre Produkte und Dienstleistungen umfasst, sondern auch Software- und IT-Dienstleister.
  • Die Geschäftsresilienz, einschließlich Kontinuitäts- und Krisenmanagement, muss fest in der Organisation verankert sein, um eine Vielzahl von Ereignissen bewältigen zu können – von physischen Ereignissen bis hin zu IT-Störungen.

In diesem Beispiel wird der Zusammenhang zwischen verschiedenen Dimensionen des Risikomanagements deutlich. Leider kann das Risikomanagement in Bezug auf Dritte eine Herausforderung für die Ressourcen darstellen. Je mehr Verbindungen Ihr Unternehmen zu externen Parteien aufbaut, desto mehr werden die damit verbundenen Risiken zu einem erheblichen Problem.

Unternehmen haben Schwierigkeiten, diese Drittparteien effizient zu verwalten und zu steuern, da herkömmliche Methoden nicht skalierbar sind. Oftmals bringen Beziehungen zu Drittparteien unvorhersehbare, bereits bestehende Risiken mit sich, die zu Überraschungen und potenziellen Verlusten führen können. Wenn die Überwachung von Drittparteien innerhalb eines Unternehmens uneinheitlich gehandhabt wird, entstehen Lücken aufgrund von Inkonsistenzen bei der Identifizierung, Bewertung und Steuerung der von diesen Drittparteien ausgehenden Risiken. Schließlich können Unternehmen aufgrund inkonsistenter und unvollständiger Governance-Prozesse keinen vollständigen und genauen Überblick über die Risiken gewinnen, die Dritte für ihr Unternehmen mit sich bringen.

Von grundlegender Bedeutung für die Strategie zum Umgang mit Risiken durch Dritte ist ein klarer Überblick über Ihr Ökosystem aus Dritten, wie beispielsweise Lieferanten, Berater und Dienstleister. Die Formalisierung des Risikomanagements in Bezug auf Dritte durch integrierte Prozesse verbessert das gesamte Risikomanagement. Noch besser: Ressourcen können auf die wichtigsten und wirkungsvollsten Aktivitäten konzentriert werden. Bei den Kunden von Archer ist das Unternehmens- und Betriebsrisikomanagement ein häufiger Einstiegspunkt für das Risikomanagement in Bezug auf Dritte. Unsere Kunden, die Anwendungsfälle im Bereich des Unternehmens- und Betriebsrisikomanagements nutzen, setzen mit fast doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit auch Anwendungsfälle zur Governance von Drittparteien ein. Anwendungsfälle im Bereich des IT- und Sicherheitsrisikomanagements stellen einen weiteren angrenzenden Bereich dar. Fast 40 % unserer Kunden aus dem IT- und Sicherheitsrisikomanagement nutzen ebenfalls Anwendungsfälle im Zusammenhang mit Drittparteien.

Da die Aufsichtsbehörden immer strengere Anforderungen an die Rechenschaftspflicht bei der Überwachung von Beziehungen zu Dritten stellen, ist es besonders wichtig, Ihre Strategie auf das Risikomanagement im Zusammenhang mit Dritten auszuweiten. Zwar verfügen viele Unternehmen bereits über Programme oder Risikobewertungsverfahren im Zusammenhang mit Risiken durch Dritte, doch das breite Spektrum potenzieller geschäftlicher Auswirkungen erfordert, dass Unternehmen einen Schritt weiter in Richtung einer umfassenden Steuerung von Beziehungen zu Dritten gehen. Programme für Unternehmens- und operationelle Risiken, Compliance oder IT-Risiken sind hervorragende Ausgangspunkte, um mit der Integration von Maßnahmen zum Risikomanagement im Zusammenhang mit Dritten zu beginnen.

Falls Ihr Unternehmen mit Störungen in der Lieferkette oder durch Drittanbieter zu kämpfen hat, lesen Sie unseren kurzen Artikel mit Vorschlägen, wie Sie Ihr Unternehmen wieder auf die Grundlagen des Lieferanten- und Drittanbieter-Risikomanagements ausrichten können. Darüber hinaus können Sie diesen kostenlosen Gartner-Bericht lesen:„Überwachung wichtiger Risikokriterien zur Minderung von Lieferantenausfällen“.