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Unternehmen integrieren künstliche Intelligenz zunehmend in ihre Geschäftsabläufe – von Anwendungen von Drittanbietern bis hin zu intern entwickelten Tools. Mit der zunehmenden Verbreitung steigt auch der Bedarf an Kontrolle. Ohne einen klar definierten Ansatz für die KI-Governance setzen sich Unternehmen dem Risiko von Compliance-Lücken, Reputationsschäden und Betriebsstörungen aus.

Unabhängig davon, ob Sie KI-Modelle intern entwickeln oder auf Lösungen von Anbietern zurückgreifen – ein einheitliches Governance-Rahmenwerkistunerlässlich, um Risiken unternehmensweit zu identifizieren, zu steuern und zu bewältigen.

Interne KI-Lösungen: Mehr Kontrolle, mehr Risiko

Unternehmen entwickeln zunehmend maßgeschneiderte KI-Lösungen, um Geschäftsergebnisse zu beschleunigen, die betriebliche Effizienz zu verbessern und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Diese internen Innovationen schaffen erheblichen Mehrwert, bringen jedoch auch Herausforderungen im Bereich der Governance mit sich, die ein proaktives Management erfordern.

Ohne eine strukturierte Überwachung kann die interne KI-Entwicklung zu blinden Flecken in Ihrem Risikoprofil führen. Zu den Risiken zählen:

  • Unbeabsichtigte Verzerrungen, die Ergebnisse verfälschen oder Ungleichheiten verstärken
  • Zunehmende Probleme bei der Datenqualität, die sich auf die Entscheidungsfindung auswirken
  • Compliance-Lücken, wenn Modelle außerhalb festgelegter Rahmenbedingungen eingesetzt werden
  • Mangelnde Transparenz darüber, wie KI entwickelt, eingesetzt und überwacht wird

Ohne eine wirksame interne KI-Governance können Unternehmen nicht:

  • Sich stets ein klares Bild davon machen, wie KI eingesetzt wird
  • Führen Sie über alle Geschäftsbereiche hinweg genaue Bestandsaufnahmen der KI durch
  • Stellen Sie sicher, dass die neuen regulatorischen Anforderungen, wie beispielsweise das EU-KI-Gesetz, eingehalten werden.

Die Entwicklung leistungsfähiger KI-Systeme ist nur ein Teil des Ganzen. Die Förderung ethischer Praktiken und die Gewährleistung eines verantwortungsvollen Umgangs müssen im Mittelpunkt jeder KI-Initiative stehen.

KI-Tools von Drittanbietern: Die Verantwortung liegt weiterhin bei Ihnen

Der Einsatz von Anbietersoftware mit integrierter KI entbindet Sie nicht von Ihrer Verantwortung. Selbst wenn die Entwicklung außerhalb Ihres Unternehmens stattfindet, bleiben Sie dafür verantwortlich, wie sich diese Tools in Ihrer Umgebung verhalten.

Die meisten Anbieter bieten keine vollständige Transparenz darüber, wie ihre KI-Modelle trainiert werden oder wie die Ergebnisse generiert werden. Aufgrund dieser mangelnden Transparenz ist es unerlässlich, externe KI-Tools vor und nach der Einführung zu bewerten. Legen Sie eine Reihe von Standard-Bewertungskriterien fest, die Folgendes umfassen:

  • Wie Daten erfasst, gespeichert und geschützt werden
  • Wie Modelle überwacht und aktualisiert werden
  • Wie Ergebnisse erläutert und validiert werden

Das EU-KI-Gesetz bekräftigt diese geteilte Verantwortung. Zwar gelten die Verpflichtungen für KI-Entwickler und -Anbieter, doch sind Organisationen gleichermaßen dafür verantwortlich, wie die Systeme eingesetzt und genutzt werden. Sie haben zwar möglicherweise keinen Einfluss darauf, wie ein externes Modell erstellt wurde, sind jedoch dafür verantwortlich, dessen Ergebnisse zu überwachen und sicherzustellen, dass dessen Nutzung den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Es geht nicht darum, KI zu meiden. Es geht darum, sie verantwortungsbewusst und mit einem klaren Verständnis Ihrer Pflichten einzusetzen.

KI-Governance: Von der Richtlinie zum Programm

Eine effektive Steuerung lässt sich nicht durch punktuelle Maßnahmen erreichen. Da sich KI im gesamten Unternehmen ausbreitet, benötigen Organisationen einen programmatischen Ansatz, der Prozesse, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten festlegt. Dazu bedarf es mehr als nur einer Richtlinie. Es erfordert funktionsübergreifendes Engagement, klar definierte Rollen und eindeutige Zuständigkeiten.

Das Ziel der KI-Governance ist es, Unsicherheiten zu verringern. Mit einem entsprechenden Programm können Unternehmen KI zuversichtlich einführen, da sie wissen, dass diese verantwortungsbewusst, ethisch und unter Einhaltung der geltenden Gesetze und Vorschriften verwaltet wird.

Mehr erfahren

Archer und EY haben sich zusammengetan, um diesen aufschlussreichen Webcast zum Thema„Das EU-KI-Gesetz im Fokus: Ökosystemweite Strategien für verantwortungsvolle KI“anzubieten. In der Diskussion wird erörtert, warum KI-Governance über die bloße Erfüllung der Anforderungen des EU-KI-Gesetzes hinausgehen und zu einem zentralen, nachhaltigen Prozess innerhalb von Organisationen werden muss. Diese Veranstaltung soll wichtige Gespräche zur Entwicklung einer KI-Governance-Strategie anregen, die sich an die Bedürfnisse Ihrer Organisation anpasst und mit diesen wächst.

Erfahren Sie, wie Archer und EY Unternehmen dabei unterstützen, KI verantwortungsbewusst einzusetzen. Sehen Sie sich den Webcast hier an.